Elternverein der Rohrbacher Pflichtschulen

Der Elternverein der Rohrbacher Pflichtschulen soll Bindeglied zwischen Schule-Lehrern-Eltern sein. Er ist dazu da, Eltern bei Problemen mit der Schule zu unterstützen oder beim Umsetzen von Vorschlägen zur Verbesserung der schulischen Zusammenarbeit zu helfen. Unser Elternverein besteht schon seit über zehn Jahren.

Elternverein-Hompage

 

Mitglieder

Katharina Sigl

Stifterstraße 38

4150 Berg

Tel.: 0676/5342627

E-Mail: siglkathi@hotmail.com

Christa Zauner-Past

Andrea Katzinger

Perwolfing 18

4150 Rohrbach-Berg

Tel.: 0664/5379175

E-Mail: katzinger@ronet.at

Andrea Kitzberger

Grabenstraße 15

4150 Rohrbach-Berg

Tel.: 0677/61017486

E-Mail: andikitz@gmx.net

Elisabeth Mayrhofer

Harrauer Straße 29c

4150 Rohrbach-Berg


Ursula Schaubmair


Wir versuchen in Zusammenarbeit mit den Schulen und natürlich mit der Unterstützung der Eltern durch die Einzahlung der Mitgliedsbeiträge für die Schulen immer wieder Anschaffungen zu ermöglichen, die alleine vom Schulbudget nicht finanzierbar wären.

Beispiele für Anschaffungen des Elternvereins für die HS Rohrbach

Im Jahr 2005 haben wir in der Aula der Hauptschule eine Sitzgelegenheit finanziert, die von den SchülerInnen immer sehr gerne benützt wird.

 

Auszug aus dem Elternabend-Protokoll, Neue Schule, Schulleiterin Andrea Pisa, 3.5.2018

Smartphones

… Meine Bekannte hat festgestellt, wie sehr die Abwesenheit von Smartphones auffällt und wie wohltuend sie die Atmosphäre beeinflusst. Sie meinte, in Schulen, wo Handys erlaubt wären, sei überhaupt keine sinnvolle Arbeit oder soziale Interaktion mehr zu beobachten. Sie hat mich gefragt, wie wir mit dem Thema umgehen und wie ich dazu stehe, dass Kinder heutzutage einen großen Teil ihrer Zeit vor Bildschirmen verbringen. Meine Antwort war, dass die Kinder bei uns theoretisch auch privat kein Smartphone haben dürfen. Sie hat gefragt, wie wir das durchsetzen, meine Antwort: „Leider gar nicht.“ Ich kann es nicht durchsetzen, ich habe keine Handhabe darauf, was ihr privat macht. Ich kann nur immer wieder warnen und aufzeigen, welche Folgen es hat. Ich habe meiner Bekannten erzählt, dass es eine Vereinbarung unter den Eltern gibt, aber ein nicht unbedeutender Teil sich nicht daran hält und glaubt, wir merken es nicht. Das klappt natürlich nicht, weil die Kinder von ihren Internet-Aktivitäten so beeinflusst sind, dass es in ihrem Verhalten unübersehbar ist.

 

Wir führen einen Kampf gegen Windmühlen. Es wäre mir wichtig, dass ihr versteht, WARUM wir den führen. WELCHEN GRUND können wir haben, uns das anzutun, obwohl uns ein Teil der Eltern dafür für hoffnungslos weltfremd hält und wir permanent gezeigt bekommen, wo unsere Grenzen liegen und wie limitiert unser Einfluss ist (was auch ganz schön Frustpotential birgt)?

 

Es geht nicht um Ideologien oder eine grundsätzliche reaktionäre Sicht der Welt (persönliche Anmerkung: Unsere Tochter ist gerade beim Beenden ihres Masters in Mathematik, die arbeitet so gut wie ausschließlich mit Computern – ich habe nicht die leisesten Bedenken). Ich habe kein Problem mit Computern. Und ich bin keine Verfechterin eines „Früher war alles besser“-Ideals. Ihr wisst auch, dass ich eine grundsätzlich positive Einstellung zu Wissenschaft, Forschung und Fortschritt habe und nicht leicht „irrationalen Ängsten“ verfalle. Ich fürchte keine geheimnisvollen Mächte, unsichtbare Energien oder unbewiesene Strahlungen, aber ich kann sehen, welche Folgen die sehr realen Einflüsse haben, mit denen eure Kinder leben.

 

Wir haben Kinder, deren Eltern sehr viel mit ihnen unternehmen, die von Besuchen in Museen, Kraftwerken, Naturparks, von gemeinsamen Werkstücken und Arbeiten, von Wanderungen oder anderen sportlichen Unternehmungen berichten. Diese Kinder haben eine unheimliche Begeisterungsfähigkeit, ganz viel zu erzählen und ständig interessante Einwürfe zu machen. Ihnen wird neugierig zugehört und sie haben dadurch eine unheimliche Präsenz.

 

UND wir haben Kinder, deren hauptsächliches (um nicht zu sagen ausschließliches) Gesprächsthema Filme, Computerspiele, You tube-Viedos, Snapchat, Instagram und Whatsapp sind. Sie wollen dauernd über nichts anderes sprechen, aber die anderen Kinder finden es nicht interessant, Filme nacherzählt zu bekommen, die sie selbst nicht gesehen haben. Vermutlich weiß jeder von uns, dass das nicht sonderlich spannend ist. Man hört ihnen darum auch wenig zu. Kaum können sie nicht über das sprechen, worum all ihre Gedanken kreisen (wie beispielsweise im Schulparlament oder in anderen Situationen, wo Erwachsene anwesend sind), sind sie völlig unbeteiligt und schalten ab.

 

Bitte glaubt mir - wären die Kinder alle gleich neugierig, lerneifrig, konzentrationsfähig, präsent und gebildet, es wäre uns vollkommen EGAL, wie sie ihre Freizeit verbringen. Würde es unsere „Erfolgschancen“, die Kinder zu beeindruckenden und reflektierten Persönlichkeiten zu machen, nicht berühren, würden wir sofort darauf verzichten, aussichtslose Kämpfe zu führen. Aber das ist nicht der Fall! Man erkennt sofort (jeder von euch, dazu braucht man nicht pädagogisch geschult zu sein), welche Kinder einen Großteil ihrer Zeit wie verbringen. Der Unterschied in Wissensdurst, Fokussierung und sozialer Interaktion ist unübersehbar. Es gibt natürlich „Ausrutscher“ in beide Richtungen, keine Frage, aber die sind extrem selten. Es ist auch sicher richtig, dass manche Kinder schädliche Einflüsse besser aushalten als andere, aber gänzlich unbemerkt geht´s an keinem vorbei.

 

Wenn wir die Probleme ansprechen, hören wir von den Eltern oft „Sie macht eh nichts Schlimmes, eh nur Whatsapp, eh nur ein bisserl Youtube schauen, eh nur eine halbe Stunde am Tag. Ich kontrollier´s eh. Die schicken sich nur Fotos, die schauen nur harmlose Outfit-Vorschläge, alles ganz unproblematisch,…usw…“ Die Kinder brauchen aber nicht erst auf Hardcore-Pornos zu surfen (und auch das machen sie – seien wir doch nicht naiv – verlässlich früher oder später. Gesunde Kinder nutzen ihre Möglichkeiten) oder stundenlang Menschen niederzuschießen, damit Auswirkungen sichtbar werden.

 

Heranwachsende Gehirne sind zu nichts anderem gemacht als zum Lernen. Sie lernen ständig und maximal lernen sie dann, wenn sie konzentriert sind. Zehn Minuten voller Konzentration bringen an nachhaltigen Gehirnveränderungen um Größenordnungen mehr als mehrere Stunden Langeweile vor einem Buch, vor einem Material oder beim Schreiben eines belanglosen Textes voller Fehler.

 

Wir haben Jugendliche, die an einem Schulvormittag keine Minute lang fokussiert und mitdenkend sind, weder bei der Arbeit noch bei sozialer Interaktion: Bei Kreisen und bei Diskussionen sind sie zwar physisch anwesend, haben aber keinerlei geistige oder persönliche Präsenz. Dieselben Kinder können am Nachmittag eine Stunde lang mit extremer Konzentration in einen Bildschirm starren, alle paar Sekunden von einer Nachricht zur nächsten springen und voll präsent sein. Mädchen zieht es dabei eher zu Videos mit Schmink- oder Outfit-Tipps und zu Social Media, Buben eher zu Ego-shootern.

 

Ihre Gehirne lernen – aber was lernen sie? In der Kommunikation über Whatsapp lernen sie unterbewusst mit jedem Satz, dass Stil, Grammatik oder gar Rechtschreibung keinerlei Stellenwert haben, im Gegenteil. Sie sind nicht nur vollkommen überflüssig, sondern sogar negativ und äußerst uncool - um in der Community anerkannt zu sein, muss man sie ignorieren. Kommunikation ist eine Aneinanderreihung einfachster Symbole und Zeichnungen. Das macht Spaß und ist einfach - und was Spaß macht und einfach ist, wird im Gehirn sofort dem vorgereiht, was Mühe macht. Die Gehirne der Kinder lernen in ganz kurzen Zeit bei Weitem mehr als in ganzen Schultagen und -wochen. Und das, was sie lernen, beeinflusst natürlich ihr Wesen, ihre Interessen und ihren weiteren Lebensweg.

 

Keine Frage, wohin sich die Prioritäten der Kinder verlagern. Es bekommt immer DAS Wichtigkeit, womit wir uns am intensivsten beschäftigen. Wohin geht die größte Intensität? Die Kinder werden im täglichen Leben immer teilnahmsloser und desinteressierter, die Inhalte des Internets gewinnen immer größere Bedeutung. Wir können die Auswirkungen jeden Tag beobachten. Kinder, die an die ständige Handy-Kommunikation gewöhnt sind, sind z. B. außerstande zu längerfristigen Planungen. Sie können nicht einmal mehr eine halbe Stunde im Voraus denken. Ich nehme an, ihr merkt es auch zu Hause. Es gibt keine Verlässlichkeit mehr, es heißt nur mehr „Ich ruf dich an“. Den Kindern längerfristiges Denken abzuverlangen, wird immer unmöglicher.

 

Die Kinder werden durch die Nutzung des Internets nicht zu kleinen Einsteins, die all die großartigen Möglichkeiten nutzen, um ihre Hirne zu trainieren. Sie betreiben weder permanente Recherche, noch programmieren sie, sie vernetzen sich nicht zu Wissensfragen, sie konsumieren nicht die gut geschriebene Literatur, sie rufen keine unterschiedlichen Wissenschaftsseiten auf, um Informationen auf Plausibilität zu hinterfragen, sie sind weder dabei ihr logisches und kritisches Denken zu schulen noch die Strukturen der Informatik zu erfassen, und ihr Interesse gilt nicht dem Lernen. Zweifellos wäre das alles mit dem Smartphone möglich! Aber es passiert nicht.

 

Was hingegen passiert, ist, dass die Kinder in Welten kippen, in denen es um nichts anderes geht, als um möglichst zahlreiche Klicks in möglichst kurzer Zeit, heißt extrem sprunghafte Aufmerksamkeit, möglichst geringe Verbleibe-Dauer bei einer Sache, Fokussierung auf Werbung. Darüber laufen die Einnahmequellen der Betreiber und man braucht kein Verschwörungstheoretiker zu sein, um zu wissen, dass hier das Ziel liegt.

 

Gleichzeitig sollen wir von den Kindern Metakompetenzen wie Anstrengungsbereitschaft, Konzentration, Präsenz, kritische Auseinandersetzung, langanhaltende Aufmerksamkeit, reflektierte soziale Interaktion, aber auch ganz basale Dinge wie etwa korrekte Rechtschreibung fordern. Wie sollen wir das machen? Wir sind chancenlos. Zaubern können wir nicht. Genauso wenig, wie all die Eltern die sich an die „Kein-Handy-Vereinbarung“ halten und massiv leiden, weil einige sie nicht einhalten. Der Druck auf sie steigt mit jedem Kind, das wieder ein Smartphone kriegt, enorm.

 

Wir könnten es uns auch leichter machen. Wir könnten einfach die bestehenden Argumente übernehmen und uns zu eigen machen. Wir könnten allen Kindern, die ihre Nachmittage mit dem Handy verbringen, die Dinger auch in der Schule lassen und sagen: „Da lernen sie was… Das gehört nun mal zum heutigen Leben… Die Kinder wachsen damit auf… Technische Fähigkeiten sind wichtig… So lernen sie Programmieren… Wir können ihnen das doch nicht vorenthalten… Da gibt es so viele Möglichkeiten… Das braucht es heute einfach, um sozial integriert zu sein… Is eh nicht so schlimm… Wo is denn bitte das Problem?... Wer wird denn so reaktionär sein?... Leider, leider haben wir es nicht geschafft, dem Druck standzuhalten…“ Warum sollten wir in der Schule nicht das gleiche Recht haben wie Eltern, den leichteren Weg zu gehen?

 

Wir könnten einfach denen glauben, die meinen, Handys seien toll (oder wenigstens problemlos) für kindliche Entwicklung. Dann würden wir Handys auch in der Schule zulassen und die, die sie nutzen, in ein eigenes Stockwerk setzen und spielen lassen. Wollt ihr das? Kann doch eigentlich kein Problem sein, wenn Handys eh so wertvolle Begleiter sind, oder? Dann wäre zumindest mit dem Teil der Kinder, der keines hat, sinnvolles Arbeiten möglich.

Im Jahr 2007 wurde dann ein Wuzltisch zur Pausengestaltung angekauft.

Im Jahr 2008 folgte ein LEGO-Robotik-System, das unter Herrn Fachlehrer Schönberger sehr gerne im Informatikunterricht verwendet wird.

Im Jahr 2014 übergab Frau Gabriel an Dir. Andreas eine Lärmampel incl. CO2-Messung sowie eine Garnitur T-Shirts mit dem ÖKOLOG-Logo.